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UNSERE GESCHICHTE
Italienische Handwerkskunst – Schuhe mit einer modernen Perspektive
Im Jahr 1968 eröffnete Mario Giannini eine handwerkliche Schuhwerkstatt im Herzen der italienischen Region Marken. Er nannte sie „Ducale“, da dort Luxusartikel für eine aristokratische Klientel gefertigt wurden – ein passender Name für einen Betrieb in Mittelitalien, einer Region, in der schon im Mittelalter Herzöge eine Kultur von Kunst, Handwerk und Handel förderten. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Werkstatt zu einem Unternehmen, und 1973 wurde „Doucal’s“ gegründet. Der englisch klingende Name spiegelte die Ambitionen eines Italieners wider, der den Stil und die Qualität britischen Schuhwerks zutiefst schätzte.
Mario Giannini reiste sogar nach Northampton, in das Zentrum der britischen Schuhindustrie, um sich mit der „Goodyear“-Machart vertraut zu machen. Er erlernte die Geheimnisse verschiedener Fertigungstechniken und verinnerlichte die wesentlichen Merkmale des englischen Stils, der den europäischen Markt in den siebziger Jahren maßgeblich prägte. Nach seiner Rückkehr brachte er das hohe Maß an Engagement und die tiefe Achtung vor der Arbeit, die er in den britischen Werkstätten erlebt und bewundert hatte, in sein eigenes Unternehmen ein. Dennoch blieb und bleibt Doucal’s ein durch und durch italienisches Unternehmen – geprägt von jenem Sinn für Ästhetik, Subtilität und einer gewissen Leichtigkeit, die so typisch für Italien sind.
Der Einstieg seiner Söhne in das Unternehmen verlieh dem Geschäft neuen Schwung. In weniger als zwei Jahrzehnten hatte Mario eine kleine handwerkliche Werkstatt in einen industriellen Fertigungsbetrieb verwandelt, der nun bereit war, von der zweiten Generation weiterentwickelt zu werden. Gianni widmete sich als Image- und Produktmanager dem Stil der Schuhe, während Jerry als Finanz- und kaufmännischer Direktor für die wirtschaftlichen Belange zuständig war.
Die Schuhe von Doucal’s vereinten fortan englische Ästhetik mit einer einzigartigen, italienischen Passform. Ein spezielles Fußbett mit einer Schicht aus Formgedächtnisschaum (Memory-Foam) sorgt zudem für ein angenehm kühles und komfortables Tragegefühl. Dieses besondere Design verlieh den Schuhen einen entscheidenden Vorteil, der in den neu entstehenden Märkten sehr geschätzt wurde.
Die italienische Welt der Mode und des Stils gliedert sich in 21 verschiedene Produktionsregionen. Montegranaro in der Provinz Fermo gilt als Zentrum für Herrenschuhe – ein Bereich, in dem die Fertigung eines Schuhs noch immer mehr als 100 verschiedene, von Hand ausgeführte Arbeitsschritte erfordert. Zu Beginn des zweiten Jahrtausends verlagerten viele Unternehmen, Werkstätten und Hersteller – ob groß oder klein – ihren Betrieb schrittweise in Industriegebiete.
Dies führte zu einem Gegenentwurf: dem Konzept einer dezentralen Fabrik. Sie erstreckt sich über sechs historische Gebäude, die modernisiert und miteinander verbunden wurden, ohne dabei die ursprüngliche Architektur des Viertels zu verändern. Heute umfasst die genutzte Fläche 4.000 Quadratmeter – eine Basis, die Raum für künftige Erweiterungen bietet, um an den Erfolg der Damenkollektionen von Doucal’s anzuknüpfen.
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